Skip to main content

Autor: Klaus Kelle

In Berlin sitzt ein 57-jähriger Brite seit vorgestern in einer Zelle – hoffentlich für viele Jahre

Liebe Leserinnen, liebe Leser, David S. (57) sitzt irgendwo in Berlin in einer Zelle und hat vermutlich erst einmal keine gute Zeit vor sich. Denn David ist ein Spion, der aufgeflogen ist. Und es ist nicht einmal ein Stoff für den nächsten James Bond-Streifen, denn David hat sein Land – Großbritannien – als Mitarbeiter der britischen Botschaft in Berlin für schnöden Mammon verkauft. Das ist eigentlich die unterste Stufe des Spion-Daseins, viel besser sind die, die um ihrer Überzeugungen willen Kopf und Kragen riskieren. Dazwischen sind die, die auf Lockvögel hereinfallen, und sich...

Weiterlesen

Gespräche über den Sozialismus, planschen im hellblauen Meer und Besuch bei der Jungfrau Maria

Liebe Leserinnen und Leser, frühe Vögel kommen in der Frühe an, deshalb heißen sie ja auch so. Manchmal sind sie auch aus wichtigem Grund verspätet – so wie ich heute. Bitte entschuldigen Sie, gibt echt Gründe dafür! Und zwar gute. Als ich am vergangenen Wochenende mit meiner Familie nach Kroatien aufbrach, ahnte ich nicht, dass statt des Sommerlochs reger politischer Betrieb in Deutschland herrschen würde. So gibt es Aufregung um eine Kampagne, die mutmaßlich von AfD-nahen Kreisen initiiert wurde und die ganz Deutschland mit Plakaten übersäht. Darauf wird auf die Kollateralschäden grüner...

Weiterlesen

Vielleicht hätten wir nicht nach Afghanistan gehen sollen, aber wenn, dann müssen wir den Job zu Ende bringen

Liebe Leserinnen und Leser, niemand von uns will Krieg führen. Ein Krieg muss immer Ultima Ratio sein, das allerletzte Mittel, wenn die Diplomatie versagt. Aber Krieg darf aber auch nie ausgeschlossen werden. Adolf Hitler und seine Nazi-Brut sind nicht durch Streetworker gestoppt worden, sondern durch Soldaten mit Panzern und Gewehren. Auschwitz wurde nicht von Gleichstellungsbeauftragten befreit, sondern von den Soldaten der Roten Armee. Das ist Fakt. In einer Welt, in der Staaten und sogar Religionsgemeinschaften von Irren angeführt werden, müssen die Guten gerüstet sein, im Ernstfall auch...

Weiterlesen

Ein bisschen Sexismus sollte in einer freien Gesellschaft normal sein

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, es verstört sie nicht, wenn ich bekenne: In einer freien Gesellschaft ist ein gewisses Maß an Sexismus nichts Anstößiges. Wenn ich rechts aus unserem Ferienhaus in Kroatien trete, dann sind es etwa 20 Meter bis zu der wunderbaren Taverne, von denen ich Ihnen vorgestern erzählt habe. Im „Frühen Vogel“ vor zwei Tagen schrieb ich: „…den Boss des Restaurants, der seine wirklich unglaublich schöne “Servicekraft” schickte und mir zwei Halbe Pils ausgeben ließ, “on the house”, während ich auf den Rest der “Kelle-Squad” wartete, wie mein...

Weiterlesen

Morde an Priestern und Kirchenschändungen: Wen interessiert das noch?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wieder einer. Ermordet, kurz gemeldet, weiter so! Im Westen Frankreichs ist gestern ein katholischer Priester von einem sogenannten „Flüchtling“ aus Ruanda ermordet worden. Der hatte vor einem Jahr die Kathedrale in Nates angezündet, kam in Untersuchungshaft, und als er wieder raus war, nahm ihn Pfarrer Oliver Maire aus Nächstenliebe zu Hause auf, half ihm und ließ ihn psychotherapeutisch betreuen. Emmanuel Abayisenga dankte das, indem er seinen barmherzigen Samariter „brutal“ ermordete. Morde an katholischen Priestern hat es in Frankreich...

Weiterlesen

Drogen für die Demokratie? Es hilft auch, manche Zeitungen nicht mehr zu lesen

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das einst konservative Intelligenzblatt der Konservativen und Unternehmer in Deutschland war die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Die Älteren von Ihnen werden sich vielleicht erinnern. Eben diese FAZ stellte jetzt die Frage, ob nicht eine Legalisierung von Drogen unsere Demokratie stärken könnte. Ohne den Artikel gelesen zu haben war mein erster Impuls: Ja! Eine wirklich bedenkenswerte Idee, denn wenn wir alle angenehm bedröhnt sind, können wir die vielen widersprüchlichen Maßnahmen unserer Bundesregierung in der Corona–Politik vielleicht ein Stück weit besser...

Weiterlesen

Manche Tage am Nachrichtentisch sind nur schwer zu ertragen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen allen erst einmal herzlichen Dank für die Anteilnahme an meinem Schicksal, das ich im Frühen Vogel vergangene Nacht beschrieben habe. Neben vielen Nachfragen und Genesungswünschen gab es auch einige, die wirklich effektiv helfen konnten oder echte Hilfe angeboten haben. Deshalb liebe ich insbesondere Facebook, weil ich ohne dieses Netzwerk ganz viele großartige Menschen in den vergangenen Jahren niemals kennengelernt hätte. Die Schwarmintelligenz gibt es wirklich, und sie beweist immer wieder auch Herz. Aber ich will gar nicht...

Weiterlesen

Mein rechter Fuß, Kartoffelsalat, Kroatien und das deutsche Gesundheitssystem

Liebe Leserinnen, liebe Leser, jeder von uns hat Termine und Verpflichtungen, die unseren Tagen eine Struktur geben. Wecker klingelt, Kinder für die Schule wecken, Frühstück, ab ins Büro. Oder Veranstaltungen, geschäftliche Termine, private Verabredungen, Frisör oder der lange geplante Sommerurlaub. Endlich nach Corona mal wieder irgendwo hinfahren, ohne Verpflichtungen und ohne Struktur. Sonne, Sand oder Berge, chillen, wie unsere Kinder das nennen. Alle Corona-Bescheinigungen sind digitalisiert und zur Sicherheit auch noch ausgedruckt. Und dann verletzen Sie sich, werden unerwartet krank,...

Weiterlesen

Ich habe keine Hoffnung mehr, wirklich keine

Liebe Leserinnen und Leser, der Niedergang der CDU ist für mich – anders als für viele andere Bürger – kein Grund zur Schadenfreude. Zeit meines Lebens war die Union meine politische Heimat. Ich habe Helmut Kohl verehrt, bei all seinen Schwächen und auch Fehlern. Er war ein Patriot, einer, die seinem Land ehrlich dienen wollte und gedient hat. Bei jeder Wahl war ich kurz nach der Öffnung im Wahllokal und habe ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, meine beiden Kreuze bei der CDU gesetzt. Eine Volkspartei, marktwirtschaftlich orientiert, transatlantisch, auf einem christlichen...

Weiterlesen